
Der/die ein oder andere Leser*in mag diesen Beitrag nun etwas
belächeln. Wer aber wer selbst Tiere hat, dem wird klar sein,
dass auch der Wunsch nach Ansprechpartnern am eigenen Ort
bei verletzten oder Fundtieren gegeben ist.
Tierheime leisten großartige Arbeit auf diesem Gebiet und
versuchen alles, damit es deren "befellten" oder gefiederten
Schutzbefohlenen an nichts mangelt.
Leider liegt das nächste Tierheim, welches mit den regionalen
Kommunen zusammenarbeitet, in Jübberde. Schön, dass es
diese Einrichtung gibt, aber sie liegt nun wahrlich nicht um die
Ecke.
Um so überraschender finde ich es, dass hier am Ort eine
Organisation - mit den zweckgebundenen Mitteln - Gewehr bei Fuß steht, welche ein solches Vorhaben verwirklichen möchte.
Dieses Vorhaben erhält meine vollste Unterstützung und sollte gefördert anstatt blockiert werden.
Auch die für den Landkreis Leer gültige Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Katzen muss zum Wohle der Gemeinde konsequent umgesetzt werden. Denn streunende Tiere haben kein schönes Leben vor sich, sie verursachen der Kommune darüber hinaus auch Kosten.
Da ich und meine Lebensgefährtin selbst sechs solcher Fundtiere im eigenem Haushalt aufgenommen haben (siehe Bild), sind wir uns der Kosten auch durchaus bestens bewusst.
Naturschutz in Moormerland – unsere Verantwortung für morgen
Moormerland ist geprägt von seiner einzigartigen Fehnlandschaft mit Wieken, Gräben, Wiesen und einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt. Diese Natur zu bewahren, ist keine Aufgabe Einzelner, sondern eine gemeinsame Verantwortung von Politik, Landwirtschaft, Wirtschaft und Bürgerschaft.
Ein besonderer Schwerpunkt muss der Schutz unserer Gewässer sein. Saubere Wieken und Gräben sind nicht nur Lebensraum für Fische, Amphibien und Insekten, sondern auch unverzichtbar für den Wasserhaushalt und den Hochwasserschutz. Regelmäßige Pflege, die Reduzierung von Schadstoffeinträgen und ein schonender Umgang mit unseren Gewässern müssen daher selbstverständlich sein.
Ebenso wichtig ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasser. Die Speicherung und Nutzung von Regenwasser sowie naturnahe Flächen helfen dabei, Trockenperioden und Starkregen besser zu bewältigen.
Ein weiteres Ziel ist es, die Versiegelung von Flächen auf das notwendige Maß zu beschränken. Jeder zusätzliche Quadratmeter Asphalt oder Beton verhindert die natürliche Versickerung des Wassers und belastet Umwelt und Klima. Wo neue Flächen benötigt werden, sollten Ausgleichsmaßnahmen, wasserdurchlässige Beläge und Begrünungen selbstverständlich sein.
Naturschutz bedeutet aber auch, Lebensräume zu erhalten und neu zu schaffen – durch Blühflächen, den Erhalt unserer Wieken, den Schutz von Hecken und Bäumen sowie die Förderung der Artenvielfalt. Moderne Technik, wie der Einsatz von Drohnen zur Wildtierrettung, zeigt, dass Innovation und Naturschutz hervorragend zusammenpassen.
Unser Ziel ist ein Moormerland, das Natur und Entwicklung miteinander verbindet – damit auch kommende Generationen in einer lebenswerten, grünen und artenreichen Gemeinde zuhause sind.
Tierwohl



